Chinas verschärfte Exportkontrollen für Seltene Erden und kritische Mineralien, implementiert zwischen Oktober 2025 und März 2026, haben außerhalb Chinas Preissteigerungen um bis zum Sechsfachen ausgelöst, wobei die Genehmigungsraten für europäische Firmen unter 25% fielen. Dieser strategische Schritt hat globale Lieferketten neu geordnet und die USA veranlasst, FORGE (Forum on Resource Geostrategic Engagement) und Project Vault – eine strategische Reserve von 10 Milliarden Dollar – zu starten sowie in nur fünf Monaten 21 bilaterale Abkommen über kritische Mineralien zu unterzeichnen. Die Krise wirft eine grundlegende Frage auf: Können westliche Gegenmaßnahmen eine Verarbeitungslücke schließen, deren Wiederaufbau Experten auf 20 bis 30 Jahre schätzen?
Chinas Dominanz bei der Verarbeitung Seltener Erden
China kontrolliert etwa 70% des globalen Abbaus Seltener Erden und außergewöhnliche 90% der Raffinations- und Verarbeitungskapazitäten, so eine Studie des Griffith Asia Institute von 2026. Diese Dominanz ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer jahrzehntelangen Strategie. Peking hat seit den 1980er Jahren Milliarden investiert, um eine integrierte Lieferkette aufzubauen, die Bergbau, Trennung, Raffination und Produktion von Permanentmagneten umfasst – hier kontrolliert China 94% der weltweiten Produktion. Das